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Am 28.04. fand ein WJE-Betriebsbesuch der etwas anderen Art im Polizeipräsidium Essen für die Städte Essen und Mülheim an der Ruhr statt. Am Polizeipräsidum in der Büscherstraße in Essen trafen sich knapp 20 Wirtschaftsjunioren und Gäste, um einen Einblick in die Organisiation und Aufgaben der Polizei NRW, speziell des Polizeipräsidums Essen, zu erhalten und weitere Sonderaufgaben dieser Dienststelle kennenzulernen. Begrüßt wurden wir in einem speziellen Raum, der ausgestattet mit vielfältigen Kommunikationseinrichtungen, als Leitstand und Schaltzentrale bei Großveranstaltungen und besonderen Lagen wie dem Stilleben A 40 in Kulturhauptstadtjahr 2010 diente und dient. Neben einem allgemeinen Überblick über die Organisation der Polizei in NRW erhielten wir von den uns betreuenden sehr freundlichen und praxisnahen Polizeibeamten auch Informationen über die Polizeisituation in Essen und Mülheim, die vielfältigen Aufgaben nicht nur vor Ort, sondern in bestimmten Arbeitsbereichen auch bis hin zur niederländischen Grenze, was schon sehr imposant war. In einer sehr angeregten Diskussion auch über die Laufbahn in der Polizei, insbesondere zur Tätigkeit der Bereitschaftspolizei, konnten die Parallelen zur unternehmerischen Welt mit zunehmender Spezialisierung und Arbeitsverdichtung deutlichst wiedererkannt werden. Als besonderer Block wurde das sich seit dem Sommer 2010 komplett neu darstellende Thema "Sicherheitsanforderungen bei Großveranstaltungen" angesprochen, insbesondere die unterschiedlichen Aufgaben von Veranstaltern, Kommunen und der Polizei besprochen und dies anhand der erfolgreichen Großveranstaltung "Stilleben A 40" praxisnah mit Leben und Zahlen gefüllt. Im Anschluss besichtigten wir, aufgeteilt in zwei Gruppen, sowohl die Einsatzleitstelle als auch das Polizeigewahrsam. In letzterem, auch wenn sehr modern, hofft natürlich niemand von uns eines Tages mal übernachten zu müssen ...
Das Highlight dieses eh sehr interessanten Abends war - nach meiner persönlichen Auffassung - die Leitstelle: umgeben von viel Technik werden an verschiedenen Plätzen die eingehenden Notrufe sowie Anfragen von Kollegen beantwortet. Dabei war schon erstaunlich, mit wie viel sprichwörtlicher Engelsgeduld die Beamten von den teilweise sehr, sehr aufgeregten Anrufern die für die Polizeiarbeit wichtigen Informationen wie den Ort, was geschehen ist etc. förmlich herauslösten, Wichtiges von Unwichtigem trennten, die Informationen sofort den Einsatzkräften zur Verfügung stellten und gleichzeiitg archivierten.
Unverständlich werden für mich dabei Anrufe von Bürgern unter der Notfallnummer sein, die lediglich nach dem korrekten Datum fragen ...
Vielen Dank für einen interessanten Abend und viele neue Eindrücke an das Polizieipräsidium Essen!
Andreas Zaunbrecher
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